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Rechtslage und Normen für Gastankflaschen - 1999/36/EG neu 2010/35/EU, ECE-R67, ADR/RID, 97/23/CE neu 2014/68/EU (PED)

Rechtslage

Generell gilt, dass bei allen schweizer Fahrzeugen gemäss Artikel 49 Absatz 5 der Verordnung über die technischen Anforderungen an Strassenfahrzeuge (VTS) die Behälter und Leitungen, in denen Gase oder Flüssigkeiten unter Druck stehen oder unter Druck treten können, genügend stark gebaut sein müssen. Mit dem Fahrzeug fest verbundene Brenn- und Treibgasbehälter unterstehen, soweit sie nicht den im Anhang 2 VTS aufgeführten Vorschriften entsprechen, den Normen für entsprechende Transportbehälter.

 

Neu ist, dass ein Brenngasbehälter (Gastankflasche) oder Treibgasbehälter, welcher nach einer im ADR referenzierten Norm konstruiert, hergestellt und geprüft wurde, die Vorschriften für den Einbau in ein Fahrzeug erfüllt, obwohl er möglicherweise kein Transportbehälter ist. Als referenzierte Norm gelten die in der Tabelle im Unterabschnitt 6.2.4.1 ADR referenzierten Normen für Auslegung, Bau und erstmalige Prüfung (Anwendung gemäss 6.2.3.1 und 6.2.3.4 ADR), welche für LPG (Liquefied Petroleum Gas) anwendbar sind.

 

Für die Verkehrszulassung eines Fahrzeugs mit einem solchen Brenngasbehälter (Gastankflasche) oder Treibgasbehälter sind der Zulassungsbehörde (SVA) die entsprechenden Nachweise für die Erfüllung der Vorschriften in Form der Konformitätsbescheinigung (für den Behälter) und der Einbaubescheinigung (für die Befestigung des Behälters) vorzulegen. Erfüllen Behälter und Einbau die Vorgaben, trägt die Zulassungsbehörde den Code 329 im Fahrzeugausweis ein.

 

Wechselbehälter, wie die nach 97/23/CE neu 2014/68/EU (PED) zertifizierte ALUGAS Tankflasche, sowie auch die ECE-R67 zertifizierte Gaslow Stahltankflasche, können durch Privatpersonen ohne weitere Auflagen befördert werden. Die Befüllung von diesen wegnehmbaren und nicht im Fahrzeugausweis registrierten Flaschen ist nur von qualifiziertem Personal an Füllstationen erlaubt. Es ist zu empfehlen, entsprechende Belege aufzubewahren, welche zeigen, dass die Befüllung nach P 200 durch einen entsprechenden Fachmann/-betrieb vorgenommen wurde. Länderspezifische Regelungen sind zu beachten.

 

(Stand 10/2021) Quelle: Bundesamt für Strassen (ASTRA) Schweiz. Vielen Dank

 

 

Festeinbau von Gastankflaschen - Empfehlungen vom Verein Arbeitskreis LPG

Gastankflaschen, mit einer entsprechenden Zulassung, können in der Schweiz fest in einem Fahrzeug verbaut, und müssen anschliessend dann im Fahrzeugausweis (FZA) eingetragen werden.

Generell gilt, dass Transportbehälter (ortsbewegliche Gasflaschen / Gastankflaschen), d.h. Behälter welche nicht fest mit dem Fahrzeug verbunden und/oder nicht im FZA eingetragen sind, nicht an öffentlichen Tankstellen befüllt werden dürfen.

Fahrzeugtanks (auch Gastankflaschen) hingegen, sofern diese als Bestandteil des Fahrzeugs gesehen werden, dürfen durch die Nutzer selbst an öffentlichen Tankstellen befüllt werden. Diese Tanks müssen im Fahrzeugausweis eingetragen sein.

 

Um eine Gastankflasche in den Fahrzeugausweis eintragen zu können, müssen gewisse Bedingungen erfüllt werden.

Dies sind:

 

  • Konformitätserklärung der Gastankflasche (Eventuell auch eine Herstellererklärung)
  • Nachweise des geprüften Haltersets (Befestigungen)
  • Gutachten einer autorisierten Prüfstelle wie DTC oder FAKT
  • - oder die Einbaubescheinigung einer zugelassenen Fachwerkstatt (Verzeichnis AK-LPG)

 

Durch das Gutachten der autorisierten Prüfstelle, oder einer Einbaubescheinigung einer zugelassenen Fachwerkstatt, wird der konforme Einbau, resp. die Einhaltung der Anforderungen für den Einbau von Tanks an und auf Fahrzeugen, da diese nun den erweiterten Anforderungen (Richtlinien und Normen) der Fahrzeugbestandteile unterliegen, bestätigt.

 

Um den privaten, Individuellen Fahrzeugausbauern nicht den Spass zu verderben und sie vor Überraschungen zu schützen, empfehlen wir, vor Beginn der Installation durch Fachexperten Beratung einzuholen. Experten findet man beim DTC oder FAKT, oder im Verzeichnis AK-LPG.

 

(Stand 10/2021)

 

 

Unterschiede in der Nutzung von Gastankflaschen fest eingebaut und nicht fest eingebaut

 Nutzung ohne FesteinbauFesteinbau mit Eintragung
Welche Zertifizierung braucht eine Gastankflaschez.B. Alugas Gastankflasche mit π (pi) Kennzeichnung oder mit CE Kennzeichnung nach PED. Die Gaslow Gastankflasche nach ECE-R 67Gastank nach UN ECE-R 67 wie z.B die Gaslow Gastankflasche, Alugas Gastankflasche mit π (pi) Kennzeichnung oder mit CE Kennzeichnung nach PED mit Herstellungsnachweis nach EN 13110.
Wie muß die Gastankflasche befestigt seinAnforderungen wie herkömmliche Gasflaschen. Keine zusätzlichen Befestigungsmaßnahmen notwendig, auch keine Eintragung durch die kantonale Zulassungsstelle.Es bedarf einen für das Behältnis zugelassenen Halter. Der Einbau wird privat oder durch eine Fachwerkstatt durchgeführt. Fachwerkstätten mit Zertifizierung erstellen die Einbaubescheinigung direkt. Bei Privateinbau muß das Fahrzeug einer autorisierten Prüfstelle wie DTC oder FAKT vorgeführt werden.
Was sind homologierte Halter-----Halterungen welche einen Nachweis für die Verwendung als Halterset vom Hersteller vorliegen haben, z.B. TÜV-Gutachten Halter Set Komfort "gross".
Wer zertifiziert den Einbau-----Zugelassene Einbaubetriebe können ihre Gastankflasche einbauen und die Einbaubescheinigung direkt erteilen. Bei privater Installation kann die Einbaubescheinigung von autorisierten Prüfstellen wie DTC oder FAKT erteilt werden. Setzen sie sich am Besten vorab mit einem Einbaubetrieb in Verbindung, um den für sie optimalen Weg herauszufinden.
Wo darf ich die Gastankflasche befüllen/betankenNur an Füllstationen durch qualifiziertes Personal. Länderspezifische Regelungen sind zu beachten.An Füllstationen und privat an LPG Tankstellen
Wo kann ich in der Schweiz befüllen/betankenBitte setzen sie sich mit dem Arbeitskreis LPG in Verbindung.An jeder Füllstation und LPG Tankstelle in der Schweiz.
Darf der Füllstutzen im Gaskasten befestigt seinGastankflaschen dürfen im Gaskasten direkt befüllt werden, sofern der Gaskasten vorschriftsmässig entlüftet, direkt von aussen zugänglich und zum Fahrzeuginneren gasdicht ist. Andere Fälle, wie Beispielsweise ein Befüllen durch Öffnen der Fahrzeughecktüre, oder durch eine Fahrzeuggarage, sind nicht zulässig. Achten sie darauf, dass genug Platz vorhanden ist, um die Gastankflasche(n) bei Bedarf aus dem Kasten holen zu können.Gastanks (Gastankflaschen) dürfen im Gaskasten direkt befüllt werden, sofern der Gaskasten vorschriftsmässig entlüftet, direkt von aussen zugänglich und zum Fahrzeuginneren gasdicht ausgelegt ist. Andere Fälle, wie Beispielsweise ein Befüllen durch Öffnen der Fahrzeughecktüre, oder durch eine Fahrzeuggarage, sind nicht zulässig. Hier muss eine Befüllleitung vorgesehen werden.
Bei Nutzung der Gastankflasche ohne Festeinbau, darf trotzdem ein homologierter Halter verbaut werdenJa, aber unnötig-----
Dürfen am Entnahmeventil Adapter genutzt werdenJa. Adapter sind in der Verwendung nicht verboten, aber nur für eine temporäre Nutzung vorgesehen. Eine dauerhafte Verwendung ist aufgrund der damit verbundenen Risiken einer Undichtigkeit nicht erwünscht. Darum werden Gaskontrollen mit Adapter nicht durchgeführt.Nicht notwendig, da Flaschen mit schweizer Gasanschluss gekauft werden können, oder Schläuche oder Regler passend zur Flasche eingesetzt werden.
Ist die 10jährige Prüfung notwendigJa, die Prüfung führt in der Schweiz zB das Swiss Safety Center durch.Ja, die Prüfung führt in der Schweiz zB das Swiss Safety Center durch.

 

(Stand 10/2021)

 

 

Gastankflaschen unterliegen alle 10 Jahre der Pflicht zur Wiederholungsprüfung. Da die Gastankflaschen nicht mehr getauscht werden müssen, hat der Fahrzeugbetreiber die Pflicht, diese Prüfung bei Fälligkeit selbstständig zu veranlassen.

 

 

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